Brustentfernung bzw. Brustamputation (Mastektomie)
Eine Brustentfernung kann aus ganz unterschiedlichen Gründen medizinisch oder persönlich erforderlich sein – sei es im Rahmen einer geschlechtsangleichenden Operation, zur Vorbeugung bei genetischem Risiko oder aufgrund einer Krebserkrankung.
In der Praxisklinik Wolff & Edusei in Berlin begleiten wir Menschen auf dem Weg einer Geschlechtsangleichung mit viel Einfühlungsvermögen, Fachwissen und Erfahrung. Unsere Fachärztinnen für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Dr. Andrea Wolff und Dr. Isabel Edusei, nehmen sich Zeit für Ihr individuelles Anliegen, beraten Sie transparent und entwickeln gemeinsam mit Ihnen die passende Behandlungsstrategie. Unser Ziel ist es, medizinisch fundierte Lösungen anzubieten, die sowohl funktionale als auch ästhetische Aspekte berücksichtigen – und Sie als Mensch in den Mittelpunkt stellen.

Brustentfernung als geschlechtsangleichende Operation
Vor der Durchführung einer Brustentfernung bzw. Brustamputation als geschlechtsangleichende Operation bei trans*geschlechtlichen und nicht-binären (non-binary) Personen sind bestimmte Unterlagen und Untersuchungsergebnisse erforderlich. Dazu gehört ein psychologisches oder psychiatrisches Attest, das die medizinische Indikation für die Mastektomie bestätigt, sowie eine gynäkologische Untersuchung, die eine Sonografie der Brust umfasst.
Ein ausführliches Beratungsgespräch mit unseren Fachärztinnen für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Dr. Andrea Wolff und Dr. Isabel Edusei, ist ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung. Dabei werden alle Fragen und Bedenken besprochen sowie Ihre individuellen Wünsche und Erwartungen erörtert. Dr. Wolff und Dr. Edusei nehmen sich die Zeit, Sie umfassend über die verschiedenen Techniken und Möglichkeiten der Brustentfernung zu informieren und gemeinsam mit Ihnen die individuell geeignete Behandlung zu entwickeln.
In der Praxisklinik Wolff & Edusei setzen wir alles daran, die individuellen Wünsche transgeschlechtlicher und nicht-binärer Personen im Rahmen der medizinisch-technischen Möglichkeiten bestmöglich zu berücksichtigen. Einige Patientinnen und Patienten, insbesondere mit fluider Geschlechtsidentität, wünschen sich, dass ein Teil der Brust erhalten bleibt. In bestimmten Fällen wird bei der Mastektomie gezielt darauf geachtet, etwas Drüsengewebe der Brust zu erhalten, um eine möglichst ebenmäßige Kontur des Brustbereichs zu erreichen. Dabei ist zu beachten, dass dieses Vorgehen nicht mit einer vollständigen Brustentfernung vergleichbar ist, wie sie etwa bei einer prophylaktischen Drüsenentfernung im Rahmen eines erhöhten Brustkrebsrisikos durchgeführt wird. Vielmehr geht es darum, die ästhetischen Vorstellungen der Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung der medizinischen Voraussetzungen umzusetzen – selbstverständlich immer im Rahmen der medizinisch realisierbaren Optionen.
Je nach anatomischen Gegebenheiten und persönlichen Wünschen stehen verschiedene Techniken der Brustentfernung zur Verfügung:
Die häufigste operative Lösung stellt die Mastektomie mit querverlaufender Schnittführung dar, bei welcher die Brustwarzen frei transplantiert werden, das heißt passgenau ausgeschnitten und
nach Entfernung der Brustdrüse an ihre neue Position auf der Brustwand transplantiert, d.h. verpflanzt werden.
Ein Nachteil dieser Operationsmethode besteht darin, dass die Sensibilität der Brustwarze, so wie sie vor der Operation empfunden wurde, nicht erhalten werden kann. Bei manchen Patienten stellt sich nach einiger Zeit wieder eine gewisse Tiefensensibilität ein.
Alternativ kann die Brustwarze zusammen mit der Brustdrüse auch komplett entfernt werden, was insbesondere bei non-binären Personen ein häufiger Wunsch ist.
Die sogenannte Keyhole-Technik (Schlüsselloch-Technik), bei der die Brustdrüse durch einen kleinen Schnitt im Brustwarzenvorhof entfernt wird, ist eine weitere häufig nachgefragte Mastektomie-Methode. Eine Straffung, z.B. um die Brustwarze herum, kann, so notwendig, direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Diese Technik wird häufig nachgefragt und kann in geeigneten Fällen mit einer diskreten Narbenbildung verbunden sein; zudem kann die Empfindung der Brustwarzen unter Umständen teilweise erhalten bleiben. Sie kann jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden. Dazu gehören eine kleine Brust und ein straffer Hautmantel, der in der Lage ist, sich nach der Entfernung der Brustdrüse unter der Haut maximal wieder zusammenzuziehen.
Oft kombinieren wir die Mastektomie mit verfeinernden begleitenden Eingriffen.
So können beispielsweise Form und Größe der Brustwarzen (Nippel oder Papillen) bei Bedarf angepasst werden.
Eine Fettabsaugung der Randzonen (z.B. von lokalen Fettansammlungen im Bereich der seitlichen Brustwand oder oberhalb der Achselhöhle) oder zur Lockerung des Drüsenkörpers und Angleichung des Haut-Weichteilmantels bei der Keyhole-Technik kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, um die ästhetische Kontur weiter anzugleichen.
Auf Wunsch ist auch eine vollständige Entfernung der Brustwarzen möglich.
Wir arbeiten eng mit einem erfahrenen Netzwerk an Psychologinnen, Gynäkologinnen, Urologinnen und Endokrinologinnen zusammen, die Sie ebenfalls begleiten und beraten können. In einem persönlichen Gespräch in unserer Berliner Praxisklinik klären wir gemeinsam, welche geschlechtsangleichenden Maßnahmen Ihren Vorstellungen am besten entsprechen.
Dr. Wolff und Dr. Edusei nehmen sich Zeit, Ihre Anliegen zu erfassen und ein individuelles Behandlungskonzept zu erstellen. Ihren Termin dafür können Sie ganz einfach online buchen.
Brustentfernung aufgrund einer Krebserkrankung
Die teilweise oder vollständige Amputation einer oder beider Brüste – medizinisch als Mastektomie bezeichnet – kann im Rahmen einer Brustkrebserkrankung notwendig sein.
Die onkologisch indizierte Mastektomie bzw. Brustamputation wird heutzutage in einem zertifizierten Brustzentrum durchgeführt. Hier sollten bereits bei der Planung wichtige Aspekte für mögliche Folgebehandlungen berücksichtigt werden. Abhängig von der individuellen Ausgangslage kann dabei das gesamte Drüsengewebe oder die gesamte Brust entfernt werden. Wo medizinisch vertretbar, wird gesundes Gewebe erhalten, um günstige Voraussetzungen für eine spätere Rekonstruktion zu schaffen.
Auf Anraten der Gynäkologin kann auch eine genetische Beratung erfolgen, beispielsweise zur Einschätzung eines erblich erhöhten Brustkrebsrisikos. In einigen Fällen wird dann eine vorbeugende Entfernung der Brustdrüse mit Implantateinlage empfohlen, um das Erkrankungsrisiko zu reduzieren.
Eine ausführliche und frühzeitige Beratung ist essenziell, insbesondere, wenn ein späterer Brustwiederaufbau in Betracht gezogen wird. Ob und wann ein Brustwiederaufbau sinnvoll ist, hängt von verschiedenen medizinischen Aspekten sowie Ihren persönlichen Vorstellungen und dem individuellen Krankheitsverlauf ab.
Sollten Sie nach erfolgter Rekonstruktion ästhetische Verbesserungswünsche haben, nehmen sich unsere Fachärztinnen Dr. med. Andrea Wolff und Dr. med. Isabel Edusei die Zeit, alle Optionen mit Ihnen zu besprechen und auf Ihre persönlichen Voraussetzungen einzugehen.
Wir beraten Sie beispielsweise ausführlich über alle Möglichkeiten eines Implantatwechsels (Brustvergrößerung mit Brustimplantaten), einer Brustvergrößerung mit Eigenfett, einer Narbenkorrektur, einer angleichenden Bruststraffung oder Brustverkleinerung und unterstützen Sie auf dem Weg zu einer informierten und selbstbestimmten Entscheidung.
Bitte beachten Sie, dass die Krankenversicherungen Folgeeingriffe nach Ihrer Brustkrebserkrankung nicht in allen Fällen und nicht immer in voller Höhe übernehmen. Wir prüfen dies gemeinsam mit Ihnen vor Durchführung einer Korrektur beziehungsweise rekonstruktiven Operation.
Nach einer Brustentfernung bzw. Brustamputation (Mastektomie)
Nach einer Brustentfernung ist eine angemessene Ruhephase von unserer Erfahrung nach mindestens zwei Wochen ratsam, um eine reibungslose Regeneration zu gewährleisten. Es ist wichtig, auch Geist und Seele nach der Operation Zeit zur Erholung zu geben, da die Mastektomie im Leben unserer Patientinnen und Patienten eine entscheidende Zäsur bedeuten kann. Viele Patientinnen und Patienten erleben die Zeit nach der Operation als emotional bedeutsam und als wichtigen persönlichen Schritt. Diese Phase nach der Mastektomie dient der körperlichen und seelischen Erholung und sollte bewusst gestaltet werden.
Da die Patientinnen und Patienten schon am OP-Tag wieder mobilisiert werden, ist es ihnen möglich, sich mit der angemessenen Zurückhaltung eine schöne Auszeit mit leichten Spaziergängen und vielen Ruhephasen zu gönnen, in der Körper und Seele wieder zur Ruhe kommen dürfen.
Für die körperliche Regeneration empfehlen wir, für einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen einen Kompressionsbinder zu tragen. Dieser unterstützt das gleichmäßige Zusammenhaften und Zusammenziehen des Haut-Weichteilmantels und minimiert postoperative Flüssigkeitseinlagerungen. Die Rückkehr zur normalen Aktivität sollte individuell und unter Berücksichtigung der Empfehlungen der behandelnden Ärztin erfolgen, um die Heilung bestmöglich zu unterstützen.
Leichtere sportliche Aktivitäten können je nach Operationstechnik nach etwa 4–6 Wochen langsam wieder aufgenommen werden, während intensivere Übungen und Alltagstätigkeiten (z. B. Umzüge, Malerarbeiten, Überkopfsportarten, Schwimmsport) erst nach etwa 12 Wochen in Betracht gezogen werden sollten. Ebenso sind für die Dauer von drei Monaten UV-Strahlung, heiße Wannenbäder und Sauna zu vermeiden.
Es ist wichtig, Geduld zu haben und den Körper nicht zu überfordern, um den Heilungsprozess nicht zu beeinträchtigen und den individuellen Heilungsverlauf nicht zu stören.
Über unser spezialisiertes und engagiertes Praxisteam erhalten Sie alle weiteren Informationen und Instruktionen, die Sie für die Zeit der Nachsorge bzw. des Heilungsprozesses benötigen. Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Beratungstermin mit unseren Fachärztinnen für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Dr. Wolff und Dr. Edusei, bequem online. Zudem können Sie hier weitere FAQ zum Thema einsehen.
OP-DAUER: ab ca. 120 min.
NARKOSEFORM: Vollnarkose
SCHMERZEN: in der Regel WHO Stufenschema 1
NACHBEHANDLUNG: Kompressionsversorgung für 6 Wochen
GESELLSCHAFTFÄHIGKEIT: nach wenigen Tagen
ARBEITSFÄHIGKEIT: abhängig von Befund und beruflicher Belastung
SPORT: nach 6 Wochen, Vollbelastung nach 12 Wochen
Lassen Sie sich beraten!
030 - 94 041 144