Brustentfernung


Die teilweise oder vollständigen Amputation (brusterhaltende Therapie oder Mastektomie) einer oder beider Brüste ist im Rahmen einer Krebserkrankung oft notwendig.

Im Kontext einer fächerübergreifenden integrativen Medizin empfiehlt sich hier die Zusammenarbeit mit dem onkochirurgisch betreuenden Brustzentrum, da so zukünftige Wege für den Patienten schon früh aufgezeigt und z.B. günstige Narbenführungen für eine Wiederherstellung der Brust berücksichtigen werden können.

In einigen Fällen wird im Rahmen einer genetischen Beratung auch eine vorbeugende Entfernung der Brustdrüsen mit Implantateinlage empfohlen (sog. »Angelina Jolie-Syndrom«), da so das Risiko, im Laufe des Lebens an Brustkrebs zu erkranken, deutlich reduziert werden kann.

Die Brustamputation kann auch im Rahmen einer Geschlechtsangleichung Frau zu Mann erfolgen.

Im Rahmen einer Brustentfernung ist eine frühzeitige und ausführliche Beratung hinsichtlich eines wieder aufbauenden Operationsverfahrens wichtig.

Der Krankheitsverlauf, der Zeitpunkt, an dem der Wunsch nach einer Rekonstruktion geäußert wird sowie die Art des Wiederaufbaus sind individuell sehr verschieden und hängen von vielen Faktoren wie dem Vorbefund nach Krebstherapie, dem Patientenwunsch und der allgemeinen Lebenssituation ab.

OP-DAUER: ab 90 Minuten

NARKOSEFORM: Vollnarkose

KLINIKAUFENTHALT: i.d.R. 3 – 5 Tage

NACHBEHANDLUNG: Kompressionsversorgung für 6 Wochen

GESELLSCHAFT- BZW- ARBEITSFÄHIGKEIT: abhängig von Beruf und Lebensumständen

SPORT: nach 6 Wochen, Vollbelastung nach 12 Wochen


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