FAQ Brustimplantate:
Hier erhalten Sie Antworten
auf die häufigsten Fragen

Worum geht es beim Brustimplantateregister und seiner Erfassung?

Das Brustimplantateregister basiert auf dem Implantateregistergesetz (IRegG), welches vom Bundesministerium für Gesundheit ins Leben gerufen wurde und am 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist. Im Juli 2024 hat die Meldung von Brustimplantaten durch Gesundheitseinrichtungen begonnen. Durch das Implantateregister Deutschland (IRD) sollen Patienten die Möglichkeit erhalten, sich über die Sicherheit und Qualität von Brustimplantaten sowie die medizinische Versorgung mit Implantaten zu informieren. Das Register zielt darauf ab, die allgemeine Informationsbereitstellung zu verbessern und eine transparente Datenbank bereitzustellen.

Was versteht man unter „Waterfall Deformity“?

Die „Waterfall Deformity“ ist eine potenzielle Komplikation, die nach einer Brustvergrößerung mit Brustimplantaten, auch in Kombination mit einer Bruststraffung, auftreten kann. Bei dieser Deformität rutscht erschlafftes Brustgewebe über das fest sitzende Brustimplantat ab, wodurch die Brustwarze nach unten hängt. Der Name leitet sich von der Seitenansicht ab, die einem Wasserfall ähnelt. Die Ursache liegt zumeist im erschlafften Bindegewebe, und die „Waterfall Deformity“ kann sowohl unmittelbar nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten auftreten als auch noch Jahre danach. Die Prävention beginnt mit der richtigen Wahl der Operationstechnik, wie zum Beispiel der Positionierung des Implantats oder der Kombination von Brustvergrößerung mit Bruststraffung oder der Anwendung der Technik des „inneren BH“. Auch die Auswahl des richtigen Implantats hinsichtlich Form, Volumen und Material spielt eine entscheidende Rolle.
Unsere erfahrenen Fachärztinnen, Dr. Andrea Wolff und Dr. Isabel Edusei, stehen Ihnen mit individueller und kompetenter Beratung zur Seite, um ein Auftreten dieser möglichen ästhetischen Komplikation zu minimieren. Liegt eine „Waterfall Deformity“ vor, beraten unsere Fachärztinnen für Plastische und Ästhetische Chirurgie Sie gerne ausführlich zu den verschiedenen Möglichkeiten einer Korrektur.

Was versteht man unter „Bottoming Out“?

„Bottoming Out“ ist eine mögliche Komplikation nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten, bei der das Brustimplantat schwerkraftbedingt nach unten verrutscht. Diese Problematik zeigt sich durch das Verschwinden der Unterbrustfalte bzw. die Abwärtsbewegung des Implantates, wodurch der Brustwarzenhof oft nach oben schaut. Wenn die Narbe in die Unterbrustfalte gelegt wurde, wandert sie optisch nach oben. Ein „Bottoming Out“ kann durch Materialverschleiß, insbesondere bei älteren Kochsalz- oder Silikonimplantaten, entstehen. Auch die Wahl zu großer und zu schwerer Implantate oder zu tief und groß angelegter Implantattaschen können dazu beitragen. Das Implantat heilt dann nicht fest in seinem Implantatlager ein. Daher ist eine kompetente Beratung durch einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie im Vorfeld der Brust-OP von großer Bedeutung, um die Risiken für die Entstehung eines „Bottoming Out“ zu minimieren und das Brustimplantat entsprechend den körperlichen Voraussetzungen auszuwählen. Wenn ein „Bottoming Out“ festgestellt wird, ist eine Korrektur in der Regel nur durch eine erneute Brust-OP mit der Wahl leichterer oder kleinerer Implantate und/oder eine Erweiterung der Implantattasche nach oben innen und Fixierung nach unten seitlich möglich.

Was versteht man unter „Rippling“?

„Rippling“ ist eine ästhetische Komplikation nach einer Brustvergrößerung mit Implantat und tritt auf, wenn sich die Implantatoberfläche als sichtbare, wellenförmige Struktur unter der Haut abzeichnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass „Rippling“ auftritt, ist größer, wenn die Implantate direkt unter die Brustdrüse gelegt werden. Insbesondere im Dekolleté wird das Brustimplantat dann durch einen zarten Haut-Weichteilmantel nicht ausreichend abgedeckt – zum Beispiel bei dünnen Patienten oder nach Brustentfernungen (Mastektomien) bei Brustkrebs. Durch eine Lage des Implantats unter den Brustmuskel kann diese optische Komplikation meistens verhindert werden. Die Korrektur von „Rippling“ erfordert in der Regel die erneute Durchführung einer Brustoperation. Entweder kann man dann zum Beispiel das Brustimplantat in ein neues Implantatlager unter den Muskel verlegen oder auch autologes Eigenfett („Lipofilling“) transplantieren, um die Weichteilabdeckung zu verbessern.
Unsere Fachärztinnen für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Dr. Andrea Wolff und Dr. Isabel Edusei, beraten Sie gerne persönlich zu Ihren Möglichkeiten, falls Sie befürchten, dass bei Ihnen ein „Rippling“ vorliegt.

Welches Brustimplantat ist für mich am besten geeignet?

Die Entscheidung für das passende Brustimplantat hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen persönliche Wünsche und Vorstellungen ebenso wie körperliche Voraussetzungen, beispielsweise die natürliche Körbchengröße, der Körperbau und die „Vorbelastung“der Haut durch Ereignisse wie Schwangerschaft, Stillzeit oder Gewichtsschwankungen. Unsere Fachärztinnen für Plastische und Ästhetische Chirurgie nehmen sich gerne ausführlich Zeit, um Sie darüber zu beraten, welches Brustimplantat mit welcher Form und welchem Volumen in Ihrem individuellen Fall in Betracht kommen könnte. Im Zweitgespräch simulieren wir in der Operationsvorbereitung verschiedene Implantatgrößen mithilfe eines Implantatekoffers, sodass Sie eine bessere Vorstellung davon bekommen, wie Ihre Brust nach einer Brustvergrößerung im BH und unter der Kleidung aussehen könnte. Sie haben außerdem die Möglichkeit, echte Implantate in die Hand zu nehmen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, welches Implantat Ihnen am angenehmsten wäre.
In unserer Praxisklinik verfolgen wir stets ein ästhetisches Zielbild mit natürlichen Ergebnissen, damit Sie sich rundum wohlfühlen können.

Worin unterscheiden sich Brustimplantate?

Es gibt unterschiedliche Arten von Brustimplantaten, die sich in Bezug auf Volumen, Form und Material unterscheiden. Anatomische Implantate haben eine Tropfenform, die der natürlichen Brustform nachempfunden ist und das Hauptvolumen auf den unteren Teil der Brust konzentriert. Man unterscheidet anatomische Implantate mit runder und ovaler Basis. Runde Implantate dagegen haben eine runde Basis und ihre höchste Projektion im Zentrum des Implantats. Sie können für Patienten geeignet sein, die eine gleichmäßigere Fülle und mehr Volumen im oberen Bereich der Brust wünschen.
Das Volumen der Brustimplantate wird in Kubikzentimetern gemessen.
Auch die Maße des Implantats, nämlich Höhe, Breite und Projektion, sind entscheidend für das Ergebnis der Brust-OP. Die Höhe definiert den vertikalen Abstand von der Basis bis zur Spitze, während die Breite den horizontalen Durchmesser beschreibt. Die Projektion gibt an, wie stark das Implantat sich nach vorne ausrichtet, also von der Brustwand absteht.
Die Auswahl des passenden Brustimplantats ist immer abhängig von ästhetischen Wünschen und körperlichen Voraussetzungen des Patienten. Für die Praxisklinik Wolff&Edusei ist das natürliche Erscheinungsbild einer Brust ein Idealbild.
Unsere Fachärztinnen für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Frau Dr. Andrea Wolff und Frau Dr. Isabel Edusei, beraten hierzu individuell und ausführlich.

Haben alle Brustimplantate denselben Preis?

Durch spezielle Formen und Materialien können sich die Preise der Brustimplantate unterscheiden, über die wir Sie im Vorbereitungsgespräch informieren.

Welche Brustimplantate verwenden wir?

Wir, die Praxisklinik Wolff&Edusei, bieten eine breite Palette von Brustimplantaten etablierter Hersteller für unsere plastisch ästhetischen und rekonstruktiven Aufbauplastiken der Brust an, die anerkannten Qualitätsstandards entsprechen und sorgfältig von uns ausgewählt wurden, um den individuellen anatomischen Voraussetzungen und Wünschen unserer Patientinnen gerecht zu werden. Ein Brustimplantat sollte möglichst sicher und haltbar sein und darüber hinaus einen hohen Tragekomfort gewährleisten sowie ästhetisch stimmig wirken. Der Einsatz der Brustimplantate wird im Implantateregister Deutschland (IRG) des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) dokumentiert, in welchem bundesweit implantatbezogene Maßnahmen erfasst werden, um die Sicherheit und Qualität von Implantaten und die medizinische Versorgung mit Implantaten zu verbessern und so die Patientensicherheit zu erhöhen. Wichtig ist uns, die Struktur des Brustgewebes langfristig zu erhalten oder nach bereits erfolgten Brusteingriffen bestmöglich wiederherzustellen. Ein harmonisches und möglichst natürlich wirkendes Erscheinungsbild durch Brustimplantate, welche die anatomischen Grenzen des Brustkorbs respektieren , ist dabei ein wesentliches Behandlungsziel. Es kommt für ein gutes Ergebnis nicht so sehr auf das absolute Volumen des Brustimplantates an, sondern auf seine Maße wie Höhe, Breite, Basis (z.B. rund oder oval) und Projektion (z.B. niedriges, mittleres oder hohes Profil), die individuell abgestimmt sein müssen. Brustimplantate haben sehr ausdifferenzierte Formen (z.B. rund oder tropfenförmig), Oberflächen (z.B. texturiert, glatt oder Mikro-Polyurethan), Füllungen (z.B. medizinisches Silikon, das für die Langzeitimplantation zugelassen ist) und weitere Materialeigenschaften. Auch die Wahl des Implantatlagers – über dem Muskel (= subglandulär, also unter der Brustdrüse), unter der muskelbedeckenden Faszie (= subfaszial) oder unter dem Muskel (= submuskulär) – kann sich unterscheiden. Ebenso der Zugangsweg, z.B. über die Brustwarze oder in der Unterbrustfalte. Einen transaxillären Zugang, d.h. mit Schnitt in der Achselhöhle, führen wir aus verschiedenen Gründen nicht durch. Eine Besonderheit in unserem Implantatsortiment stellen die B-Lite®-Implantate (sogenannte Leichtimplantate) dar. Diese enthalten in das Silikongel eingebettete Mikrosphären, wodurch das Gesamtgewicht im Vergleich zu konventionellen Silikonimplantaten reduziert ist. Sie weisen dennoch eine hohe Widerstandsfähigkeit auf. Ob diese Implantatform im Einzelfall geeignet ist, wird individuell im Rahmen des Beratungsgesprächs geprüft. Darüber hinaus verwenden wir runde Brustimplantate, deren Aufbau darauf ausgerichtet ist, sich möglichst harmonisch in das vorhandene Gewebe einzufügen. Diese Implantate können – abhängig von der individuellen anatomischen Situation – auch im Rahmen gewebeschonender Operationsverfahren (siehe dazu auch Brustvergrößerung mit MOTIVA® & der PRESERVÉ™-Methode) eingesetzt werden, da sie formstabil und zugleich anpassungsfähig sind. Nicht jedes Brustimplantat ist jedoch für jede Frau gleichermaßen geeignet. Gerne beraten wir Sie ausführlich zu den verschiedenen Implantatmodellen in einem persönlichen Gespräch in unserer Facharztpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Berlin. Sie haben nicht nur die Möglichkeit, sich in unserer Praxisklinik verschiedene Implantate anzuschauen, sondern auch, sie einmal in die Hand zu nehmen, um ein Gefühl für die Haptik zu bekommen, und die Implantate sogar einmal in ihren BH einzulegen.

Halten Brustimplantate lebenslang?

Brustimplantate haben in der Regel eine begrenzte Lebensdauer, obwohl die Implantate der neueren Generation aus hochwertigen Materalien in der Theorie so konzipiert sind, dass sie ewig halten könnten. Wie lange die heute verwendeten Implantate der einzelnen Hersteller individuell halten, können wir nicht mit Sicherheit sagen.
Erst ab Mitte 2024 werden alle relevanten Daten im bundesweiten Implantateregister erfasst.
Gründe für den Austausch von Brustimplantaten können Verschleiß, Rupturen (Implantate könnten platzen oder lecken), körperliche Veränderungen bedingt durch z.B. Gewichtsveränderungen, Schwangerschaft oder natürliche Alterungserscheinungen sowie Komplikationen wie Kapselfibrose oder Unzufriedenheit mit Form und Größe sein. Zusätzlich könnten technologische Fortschritte in der Implantatentwicklung Anreize für Patienten schaffen, ihre bestehenden Implantate in einer erneuten Brust-OP gegen modernere, verbesserte Modelle auszutauschen.
In jedem Falle sind regelmäßige ärztliche Untersuchungen wichtig, um den Zustand der Implantate zu überwachen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.

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