Welche Komplikationen können
bei und nach einem chirurgischen Eingriff
auftreten?

Blutungen

Wenn Sie zu Blutungen neigen oder Gerinnungsstörungen in der Familie vorliegen, teilen Sie uns dies bitte mit. Etwa 2 Wochen vor der Operation sollten Sie keine blutverdünnenden Medikamente (z.B. Aspirin) mehr einnehmen.

Thrombose

Bei jeder Operation mit Vollnarkose ist das Risiko einer Thrombose (Bildung eines Blutgerinnsels) mit anschließender Lungenembolie gegeben. Zur Vorbeugung einer Thrombose bekommen unsere Patienten einige Stunden nach der Operation einen Gerinnungshemmer verabreicht. Diese Medikation führen die Patienten manchmal noch in den ersten Tagen nach der Operation fort.

Allergien, Unverträglichkeiten

Hierzu wird im Vorfeld erfragt, ob bei Ihnen Allergien oder Medikamentenunverträglichkeiten bekannt sind. Am besten bringen Sie Ihren Allergiepass zum Vorgespräch mit.

Blutergüsse

Blutergüsse sind nach einem solchen Eingriff völlig normal und verschwinden mit der Zeit von alleine. Es kann auch vorkommen, dass sich Blutergüsse nicht seitengleich ausbilden. Bei einer Neigung oder starken Ausprägung empfehlen wir nach der Operation die Einnahme von Medikamenten, die eine Rückbildung beschleunigen.

Symmetrie

Vorbestehende Asymmetrien, z.B. der Brust oder Schamlippen, werden im Rahmen der Operation versucht auszugleichen. Die anatomischen Vorbedingungen sind jedoch in der Regel sehr unterschiedlich, so dass eine vollständige Symmetrie nicht zu 100 Prozent erreicht werden kann. Oftmals kommt es vor, dass eine Seite nach der Operation mehr geschwollen ist als die andere, was sich aber mit der Zeit meist gibt.

Sensibilität

Bei einem chirurgischen Eingriff werden immer auch Nerven und Blutgefäße durchtrennt. Daher kann es besonders in der ersten Zeit im operierten Gebiet und an den Narben zu Sensibilitätsstörungen oder gar Taubheitsgefühlen kommen – auch dies oft seitenungleich. Gewöhnlich gleicht sich die Empfindsamkeit aber nach einigen Wochen, zum Teil auch Monaten, wieder vollständig an.

Entzündungen und Wundheilungsstörungen

Entzündungen sind sehr selten. Zur Vorbeugung bekommen Sie während der Narkose ein Antibiotikum über Ihren Venenzugang verabreicht. Bitte verzichten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit mindestens vier Wochen vor und vier Wochen nach dem Eingriff auf Tabakkonsum, da dieser einen wesentlichen negativen Einfluss auf Ihre Wundheilung haben und das Infektionsrisiko erhöhen kann.

Narben

Die Narbenbildung ist sehr individuell. Auch können sich Narben an verschiedenen Körperregionen unterschiedlich darstellen. Wenn Sie zu einer problematischen Narbenbildung neigen, teilen Sie uns dies bitte mit. Zur richtigen Narbenpflege beraten wir Sie bei den Nachkontrollen.

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